...and the sky is grey.
Also fast. Die meisten Blätter sind ja schon lange abgefallen. Die Temperaturen sind weiter gefallen, wir dümpeln hier die nächsten Tage bei zwei bis drei Grad herum. Dafür regnet es nicht mehr jeden Tag. Diese sind aber auf einmal doch rasant kürzer geworden. Heute ging die Sonne um 09:17 auf und um 15:38 war sie wieder verschwunden. Also tatsächlich eigentlich schon früher wegen der Wolken und Berge. Während es in Hamburg noch 7:51 Stunden Tageslicht heute gab, kann Bergen nur mit 6:21 Stunden aufwarten. Das ist aber insofern okay, als dass ich mich derzeit meinem Take-Home-Exam widmen darf. Donnerstag ist Abgabe und wenige Tage später gehts dann schon gen Norden. Verrückt, wie schnell die Zeit hier rumgeht.
Aber auch in den letzten Wochen war so manches los. So fand, wie ich beim letzten Mal schon angeteasert habe, die Hallwayparty in meinem Stockwerk statt. Letztlich konzentrierte sich aber alles auf den Nordflügel, sodass meine Befürchtungen um die Unversehrtheit von Küche und Bad unbegründet waren. Und es ist ja auch immer sehr unterhaltsam, wenn die Norweger Alkohol trinken, oder wie Esben meinte: "free booze and Norwegians are a bad combination". Ich zweifel aber daran, dass es bei den Dänen anders ist, denn als Ida und ich um neun zu Esben und seinen dänischen Freunden in die Küche gingen, war das fröhliche Gelage bereits in vollem Gange inkl. Liegestützen (warum auch nicht) und selbstgesungenen dänischen Schlagern. Da wir aber bestens mit Getränken versorgt wurden, fühlten wir uns bald wohler...ein herrlicher Abend.
Außerdem hatte ich meine Norwegischprüfung. Für die frühe Uhrzeit (neun) lief die mündliche Prüfung eigentlich ganz flüssig. Zudem hatte ich die Abende vorher mit meiner norwegischen Mitbewohnerin diesen Frage-Antwort-Krempel geübt (bevor mir Esben und Ida wieder ihre dänischen bzw. schwedischen Wörterbeibringen können). Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich kann mich nun über bestimmte Themen nach bestimmten Fragen mit den anderen aus meinem Norskkurs auf Norwegisch unterhalten. Für "echte" Gespräche reicht es dann aber doch noch nicht aus.
| Blick aus der Küche auf den Ulriken samt Regenbogen |
Schließlich fand auch das StudyBergen Weihnachtsessen im Kvarteret statt. Die Erwartungen waren hoch, die Ernüchterung dementsprechend groß. Weder wurden wir mit Weihnachtsmusik beschallt, noch war das Pinnekjøtt der Burner. Das ist ein traditionelles Weihnachtsgericht der Westküste, bestehend aus Lamm, Kartoffeln, pürierten Steckrüben und Julepølser, eine sogenannte Weihnachtswurst. So stellten wir fest, dass Norwegen nicht unbedingt eine Essensnation ist. Weihnachtsfeiern haben hier in Norwegen übrigens eine besondere Tradition. Dabei wird traditionell auch zu tief ins Glas geschaut. Wie so ein Julebord enden kann, könnt ihr hier im Trailer von Bergen Student-TV sehen. Besonders kreativ und sicher war übrigens auch der "Eingangsstempel", den wir am Anfang erhielten...
Ach und dann war auch noch eine kleine Kiekeberger-Delegation zu Besuch. Mein Bespaßungsprogramm lief auf Hochtouren und glücklicherweise hatten wir sogar einen sonnigen Tag. Schön wars, aber es dauert ja auch ne Weile, bis man die Städter die Berge hochgetrieben hat - auch wenn es nur der Fløyen (aka Touriberg) war. Immerhin hatte ich die anspruchsvollste Strecke ausgesucht, damit sie auch schön müde werden. Oben herrschte dennoch erst mal große Freude.
Oben versuchten wir uns am Lightpainting, was sich manchmal als gar nicht so einfach herausstellte. Einen Riesenspaß machte es dennoch - auch wenn ich das womöglich aufgrund meiner eingefrorenen Gesichtszüge nicht so zeigen konnte. Mein Favorit entstand dann ganz zum Schluss eher zufällig, als sich meine Füße schon der Bodentemperatur angenähert hatten.
Deutlich gemütlicher was es dagegen in der Pepperkakeby - einer ganzen Stadt aus Lebkuchen!!! Nur hungrig sollte man nicht sein, wenn man hingeht. Jedes Jahr backen und basteln zahlreiche Kindergärten, Schulen und auch Austauschstudenten Lebkuchenhäuser für diese Austellung - deren Eintritt sogar für den guten Zweck gespendet wird. Es war wirklich beeindruckend, die vielen Häuser zu sehen, alles hübsch dekoriert mit Lichterketten und Modelleisenbahnen, die zwischendurch fuhren.
Kleine Lernkontollfrage für meine Kiekeberger und alle anderen, die überlegen, sich mit diesem Land anzufreunden:








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen